Akute und prophylaktische Migränebehandlung

Migräne therapieren - Empfehlungen der Schweizer Kopfwehgesellschaft1

    Beginn mit einer Anfallsbehandlung. Zum Einsatz kommen NSAR, Analgetika und Triptane.
    CAVE: Bei Anwendung dieser Medikamente an mehr als 10 Tagen/Monat besteht die Gefahr der Entwicklung eines Medikamentenübergebrauchskopfschmerzes.

    Ab 5 Tagen Migräne/Monat sind zusätzlich prophylaktische Therapien indiziert. Mit ihrer Hilfe lässt sich die Akutmedikation möglicherweise reduzieren.
    Einsatz unspezifischer Prophylaktika wie Betablocker, Antiepileptika, Kalziumantagonisten oder Amitryptilin, die entsprechend zugelassen sind.
    CAVE: Nebenwirkungen, Kontra-Indikation und schlechte Adhärenz

    Einsatz spezifischer Prophylaktika: die CGRP-Therapeutika
    Vorteil: starke Wirksamkeit, gutes Sicherheitsprofil , hohe Adhärenz durch eine monatliche Applikation
    Limitatio: Verschreibung auf OKP nur durch einen Neurologen möglich.

    Eine vollständige Medikamentenliste mit Therapieempfehlungen finden Sie hier.

     

    Wann ist eine Migräneprophylaxe zu empfehlen?1

    Eine Indikation zur medikamentösen Prophylaxe der Migräne besteht bei besonderem Leidensdruck, Einschränkung der Lebensqualität und dem Risiko eines Medikamentenübergebrauchs.

    Sinn der medikamentösen Prophylaxe ist eine Reduzierung von Häufigkeit, Schwere und Dauer der Migräneattacken und die Prophylaxe des Kopfschmerzes bei Übergebrauch von Schmerz- und Migränemitteln.

    Die Migräneprophylaxe gilt als wirksam bei einer Reduktion der Anfallshäufigkeit von 50 % oder mehr.

    Patienten sollten einen Kopfschmerzkalender führen, um die Anfallsfrequenz und den Erfolg oder Misserfolg der jeweiligen Medikamente zu dokumentieren.

     

     

    Referenzen:

    1. Schweizerische Kopfwehgesellschaft. (https://www.headache.ch/download/Content_attachments/FileBaseDoc/SKG_The...)
    CH2010222754
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