Therapie der Psoriasis-Arthritis

Primäre Ziele der Therapie: Maximierung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität und Minimierung der Krankheitsaktivität1

Die Psoriasis-Arthritis ist zwar nicht heilbar, aber dank moderner Therapieoptionen lassen sich die Symptome bei den meisten Patienten sehr gut kontrollieren.

Die Therapie der Psoriasis-Arthritis orientiert sich an der individuellen Krankheitsausprägung des jeweiligen Patienten. Die Behandlungsentscheidungen berücksichtigen nicht nur die jeweiligen muskuloskelettalen Manifestationen (Gelenke, Sehnenansätze, Wirbelsäule etc.), sondern auch Hautsymptome, Manifestationen an Auge und Magen-Darm-Trakt sowie Komorbiditäten. Idealerweise sind Rheumatologen und Dermatologen, sowie andere Fachdisziplinen an der Behandlung beteiligt.1

Die Maximierung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität ist oberstes Ziel der Behandlung von Patienten mit Psoriasis-Arthritis. Wichtige Schritte hierbei sind:1 

  • Kontrolle der Symptome
  • Vermeidung struktureller Schäden
  • Normalisierung körperlicher Funktionen
  • Erhalt der sozialen Teilhabe 
  • Bekämpfung der Entzündung 

 

 

Therapieoptionen bei Psoriasis-Arthritis 

Empfehlungen von EULAR und GRAPPA 

Durch die Einführung neuer krankheitsmodifizierender Antirheumatika (DMARDs) im letzten Jahrzehnt gibt es mittlerweile ein breites Spektrum an pharmazeutischen Optionen für die Behandlung der Psoriasis-Arthritis. Eine Leitlinie für die Therapieentscheidung liefern Empfehlungen der European League Against Rheumatism (EULAR) und der Group for Research and Assessment of Psoriasis and Psoriatic Arthritis (GRAPPA). Die EULAR-Empfehlungen sind stufenartig aufgebaut, während GRAPPA spezifische Empfehlungen für jeweils unterschiedliche Krankheitsausprägungen (periphere Arthritis, axiale Arthritis, Enthesitis, Daktylitis, Haut, Nägel) der Psoriasis-Arthritis gibt.1,2   

 

Frühzeitiger Therapiewechsel

Die Therapie sollte nach den Therapieempfehlungen generell das "Treat to Target" Prinzip verfolgen. Wird das Therapieziel Remission, oder zumindest minimale Krankheitsaktivität nicht erreicht, sollte eine Therapieanpassung erfolgen.1

Die EULAR- und GRAPPA-Leitlinien beinhalten nur Empfehlungen zur medikamentösen Therapie. Grundsätzlich gehören zum Management der Psoriasis-Arthritis auch nicht-medikamentöse Massnahmen wie Patientenaufklärung, Physiotherapie und körperliche Aktivität.

Tabelle adaptiert nach Coates LC et al. [Referenz 2]

Abkürzungen:

NSAR = Nichtsteroidales Antirheumatikum
DMARD = Disease Modifying Anti-Rheumatic Drug
MTX = Methotrexat
tsDMARD = targeted synthetic Disease Modifying Anti-Rheumatic Drug

 

Das folgende Video „Wie kann Psoriasis-Arthritis therapiert werden?“ erklärt die Therapie patientenfreundlich: 

 

 

Referenzen:

  1. Gossec L et al. EULAR recommendations for the management of psoriatic arthritis with pharmacological therapies: 2019 update. Ann Rheum Dis 2020;79:700–712.doi:10.1136/annrheumdis-2020-217159
  2. Coates LC et al. Group for Research and Assessment of Psoriasis and Psoriatic Arthritis 2015 Treatment Recommendations for Psoriatic Arthritis. Arthritis Rheumatol. 2016 May;68(5):1060-71. doi: 10.1002/art.39573. Epub 2016 Mar 23. PMID: 26749174.
CH2106227877
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