Hohe Krankheitslast durch Asthma bronchiale

Asthma bronchiale ist weltweit die häufigste chronische Atemwegserkrankung.1 Sie schränkt die Aktivitäten von Betroffenen oft lebenslang ein und verursacht eine erhebliche Belastung für Patienten, deren Familien und nicht zuletzt das Gesundheitssystem.2 

 

Epidemiologie von Asthma bronchiale

Weltweite hohe Asthma-Prävalenz

Weltweit leiden schätzungsweise 358 Millionen Menschen an Asthma, mehr als 400.000 Menschen sterben infolge von Asthma, vor allem in armen und weniger entwickelten Ländern.1   

In der Schweiz sind etwa 10% der Kinder und 6% der Erwachsenen an Asthma erkrankt3

Trotz guter Therapieoptionen ist die Kontrolle der Asthmasymptomatik oft unzureichend, wie eine Online-Befragung von 8.000 Erwachsenen mit Asthma ergab. 45% der befragten Europäer hatten ein unkontrolliertes Asthma und 24% mussten innerhalb der vorangegangen zwölf Monate eine Notfallambulanz aufsuchen.4

 

Symptome bei Asthma bronchiale

Belastung durch anfallsartige Atemnot

Asthma bronchiale ist eine heterogene Erkrankung, die durch eine chronische Entzündung der Atemwege und eine variable Atemwegsobstruktion charakterisiert ist. Kennzeichnend sind zeitlich und in ihrer Intensität variierende Symptome.5 

Asthmasymptome5 sind: 

  • Kurzatmigkeit
  • Engegefühl in der Brust
  • Husten
  • Pfeifende und brummende Atemgeräusche (Giemen)

 

Asthmasymptome verändern sich im Verlauf der Krankheit und schwanken auch in ihrer Intensität von einem Patienten zum anderen. 

Asthmasymptome sind Kurzatmigkeit, Husten, Giemen, Engegefühl in der Brust. Sie können in jedem Lebensalter auftreten und sind potenziell lebensbedrohlich.


Ätiologie von Asthma

Genetische Grundlage und Triggerfaktoren

Die Ätiologie von Asthma ist nicht vollständig aufgeklärt. Man geht von einer multifaktoriellen Genese aus, bei der sowohl eine genetische Disposition als auch exogene Faktoren beteiligt sind. Die Atemwege sind bei Asthmatikern grundsätzlich gegenüber verschiedenen Reizen übermässig empfindlich. Diese bronchiale Hyperreagibilität führt anfallsweise zur Verengung der Bronchien, wodurch die typischen Symptome entstehen.2  

 

Tabelle: Einflussfaktoren für die Entstehung von Asthma bronchiale2  

 

Interne Faktoren Externe Faktoren
Genetische Disposition für Atopie, bronchiale Hyperreagibilität, Atemwegsentzündung Allergene (z.B. Hausstaubmilben, Tierhaare, Pollen, Schimmelpilze)
Adipositas Berufliche Reizstoffe und Allergene (Mehl, Farben, Lacke, Metalle)
Geschlecht Infektionen
Frühgeburtlichkeit Mikrobiom
  Tabakrauch
  Luftverschmutzung
  Stress
  Nahrungsfaktoren

 

 

Referenzen:

  1. Global, regional, and national deaths, prevalence, disability-adjusted life years, and years lived with disability for chronic obstructive pulmonary disease and asthma, 1990-2015: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2015. The Lancet Respiratory medicine. 2017; 5: 691-706
  2. Global Initiative for Asthma (GINA). Online Appendix Global Strategy for Asthma Management and Prevention. 2020 (https://ginasthma.org/wp-content/uploads/2020/04/GINA-2020-Appendix_fina...)
  3. https://www.lungenliga.ch/de/krankheiten-ihre-folgen/asthma.html (Abruf: 23.09.20)
  4. Price, D et al. Asthma control and management in 8.000 European patients: the REcognise Asthma and LInk to Symptoms an Experience (REALISE) survey. Prim Care Resp Med 2014; 24: 14009
  5. Global Initiative for Asthma (GINA). The Global Strategy for Asthma Management and Prevention. 2020 (https://ginasthma.org/wp-content/uploads/2020/06/GINA-2020-report_20_06_...)

CH2012142524
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